Das Bieterverfahren

Das Bieterverfahren ist eine Form des Verkaufes, die nicht mit einem festen Kaufpreis beginnt.

Manchmal wird ein sehr günstiger Preis als Mindestgebot angesetzt, manchmal auch der Preis, den der Eigentümer mindestens haben möchte:

Wichtig:

Das offene Bieterverfahren ist keine Versteigerung, weder Käufer noch Verkäufer sind an das Angebot gebunden. Das heißt zum einen, dass der Käufer mit dem höchsten Gebot nicht zum Kauf verpflichtet ist.
Stimmt der Veräußerer zu, kann der potentielle Käufer natürlich annehmen oder ablehnen.

Aber auch ein Immobilienbesitzer, der seine Immobilie verkaufen möchte, muss nicht zum höchsten Preis verkaufen, wenn er nicht möchte.

Daher sind Bieterverfahren immer "offen" zu sehen.
Zurück zum Ablauf: Nachdem die Immobilie im Bieterverfahren am Markt angeboten wird/wurde finden Besichtigungen über einen Zeitraum von z.B. 6 Wochen statt und Kaufinteressenten können ein Gebot über den Makler abgeben.

Dieser hält die Verbindung zum Eigentümer. Am Ende des Bieterverfahrens entscheidet dann der Eigentümer, ob und wenn ja welches Angebot ihn interessiert und der Makler nimmt Kontakt mit dem potentiellen Käufer auf, um zu überprüfen, ob dieser zu diesem Preis noch ernsthaft interessiert ist. Ist dies der Fall, folgen die weiteren Aktionen in Richtung notarieller Beurkundung.

Kann ein offenes Bieterverfahren sinnvoll sein ?

Das Bieterverfahren ist ein sogenanntes Marketing-Tool.
Es kann dem Eigentümer helfen die preisliche Position seiner Immobilie am Markt zu ermitteln. Wir halten es bei sehr begehrten Objekten oder sehr schwierigen Immobilien für generell interessant. Man muss aber bei jedem einzelnen Immobilienverkauf dies individuell betrachten, weil es natürlich auch Kaufinteressenten gibt, die sich am Bieterverfahren nicht beteiligen und weil es auch Möglichkeiten beim "normalen Verkauf" gibt, um den potentiellen Höchstpreis möglichst zügig und möglichst genau zu ermitteln.